Mangelernährung im Alter

Was bedeutet Mangelernährung?

Mangelernährung ist ein ernstzunehmendes Thema bei älter werdenden Menschen. Zahlreiche Faktoren tragen dazu bei, dass die Ernährung im Alter häufig erschwert und das Risiko für Mangelernährung erhöht ist. In der Medizin werden zwei Arten unterschieden: die quantitative und die qualitative Mangelernährung. 

Die quantitative Mangelernährung wird auch Unterernährung genannt; bei der nehmen die Betroffenen zu wenig Nahrung zu sich. Es kommt langfristig zu einer Unterversorgung mit lebensnotwendiger Energie und Nährstoffen. 

Die qualitative Mangelernährung hingegen ist eine Form der Fehlernährung. Der Körper nimmt genug Energie über die Nahrung auf, aber er wird nicht mit lebenswichtigen Nährstoffen (z. B. Eiweiß, Vitaminen) in ausreichender Menge versorgt. Insbesondere im Falle akuter und chronischer Krankheiten oder bei Einnahme von Medikamenten sind Ernährungsprobleme weit verbreitet. Sie können sich schnell zu einer Mangelernährung entwickeln.

Wie erkennt man Mangelernährung?

Je frühzeitiger eine Mangelernährung erkannt wird, um so Erfolg versprechender kann eine folgende Therapie sein. Daher sind bereits erste Anzeichen von Mangelernährung ernst zu nehmen! Achten Sie auf auffällige Änderungen des Essverhaltens wie Appetitlosigkeit, einseitige Ernährung oder ausgelassene Mahlzeiten. Aber auch Hautveränderungen, Mundtrockenheit, Schwäche, Schluckstörungen, Verwirrtheitszustände, Müdigkeit und andere Symptome können auf Nährstoff- und Flüssigkeitsmangel hinweisen. Ein deutliches Zeichen einer anhaltenden Unterversorgung ist jegliche unbeabsichtigte Gewichtsabnahme, die stets ernst zu nehmen ist und hinterfragt werden sollte.

Was kann man gegen Mangelernährung tun?

Suchen Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin auf und lassen Sie sich oder Ihren Angehörigen untersuchen. Die Ärztin oder der Arzt wird mit Ihnen einen individuellen Therapieplan erstellen und Empfehlungen zur Ernährung aussprechen oder Ihnen eine Verordnung/Rezept für eine medizinische Trinknahrung ausstellen. Zusätzlich kann Ihnen eine Ernährungsberatung verschrieben werden. 

Die Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin empfiehlt bei diagnostizierter Mangelernährung diese Maßnahmen unter anderem Gesellschaft beim Essen, Anreicherung von Speisen und Gerichten mit gehaltvollen Lebensmitteln sowie Trinknahrung, Sondenernährung oder auch parenterale Ernährung über die Vene, zur Verbesserung des Ernährungszustandes. Wichtig ist neben der ärztlichen Beratung auch die Abklärung, ob möglicherweise physiologische Ernährungshemmnisse, wie z. B. Schluckstörungen, bestehen.

Das Homecare-Team von Fresenius Kabi Deutschland arbeitet eng mit behandelnden Ärztinnen und Ärzten wie auch mit ambulanten und stationären Einrichtungen zusammen. Wir beraten Sie und Ihre Angehörigen individuell, wir schulen und versorgen mit den rezeptierten Nahrungen.

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Wir sind gerne für Sie da.

 

Autorin: Eva Graf-Dawo

 

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Quelle: vgl. „Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM) „Klinische Ernährung in der Geriatrie“ S3-Leitlinie, 2013“; Link: https://www.dgem.de/leitlinien
Interessante Links zum Thema: https://www.dge.de/ernaehrungspraxis

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